Konfirmanden engagieren sich für Wohnungslose in Wiesbaden

Siebzehn Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Wiesbaden-Auringen hatten sich wochenlang mit dem Thema Obdachlosigkeit beschäftigt. Initiiert wurde das Projekt von ihrer Pfarrerin Bea Ackermann. Sie hatte die Ausstellung „Wiesbadener Winterreise“ mit Fotos der Theaterphotographin Lena Obst und Texten aus Interviews mit obdachlosen Menschen, die Stefan Weiller vom Diakonischen Werk durchgeführt hatte, kennengelernt. Mit ihrer neu gegründeten BeA-Stiftung hatte sie den Fotokalender unterstützt, der bei der Vernissage im Pressehaus mit vorgestellt wurde. Hier entstand auch die Idee, diese beeindruckende Fotoausstellung in Wiesbadener Gemeinden zu zeigen.

Mit Stefan Weiller und Erich Schmidt, einem ehemaligen Wohnungslosen und heutigen Mitarbeiter des Diakonischen Weges hatte sich Pfrn. Ackermann mit ihren 17 Konfirmanden drei Stunden lang auf die Spuren von wohnungslosen Menschen in Wiesbaden begeben. Ihre Eindrücke und Erfahrungen verarbeiteten sie dann mit Stefan Weiller, Pfrn. Ackermann und ihrem Konfirmanden-Team in einem beeindruckenden Gottesdienst, in dem Bilder und Texte aus der Winterreise eine wichtige Rolle spielten.

Nach dem Gottesdienst fand die Eröffnungsfeier zur Fotoausstellung in der Ortsverwaltung Auringen statt. Auch hier halfen die Jugendlichen tatkräftig mit. Sie unterstützten die Männer von der Teestube beim Austeilen von Sekt, Orangensaft und selbstgemachtem Spundekäs und verkauften Erzeugnisse der Teestube. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Edith Mädche (Gesang) und Eva Hodel (Klavier) mit Liedern von Brecht und Weill. Der Leiter des Diakonischen Werkes Wiesbaden, Gustav Förster, zeigte sich beeindruckt vom großen Engagement der Konfirmanden.