Im dritten Obergeschoss des Zwerg-Nase-Zentrums entsteht ein Zwergendorf – ein liebevoll gestalteter Lebensraum, der verschiedene Alltagssituationen abbildet. Ziel ist es, den Kindern und jungen Erwachsenen Erlebnisse zu ermöglichen, die sich so nah wie möglich an einem normalen Alltag orientieren.
Alltag erleben auf eigene Weise
Im Zwergendorf gibt es unter anderem:
- einen kleinen Marktplatz als Ort der Begegnung
- einen mobilen Kiosk, an dem die Kinder in unterschiedliche Rollen schlüpfen können
- eine Kreativ-Werkstatt, in der mit Materialien wie Ton gearbeitet wird
- eine Rollstuhl-Werkstatt, in der die eigene Mobilität erfahrbar wird
- eine „Zwergen-Uni“, die das Recht auf Bildung symbolisch aufgreift
Alle Angebote sind so gestaltet, dass sie auch von Kindern mit schweren Einschränkungen genutzt werden können – manchmal mit kleinen Anpassungen, manchmal in ganz eigener Weise.
Sinneserfahrungen und Teilhabe
Hören, sehen, riechen, fühlen: Das Zwergendorf spricht die Sinne gezielt an und schafft Momente, die im stark strukturierten Klinikalltag sonst kaum möglich sind. Insgesamt profitieren bis zu 72 schwerst beeinträchtigte und teils dauerhaft beatmete Kinder und Jugendliche von diesem besonderen Ort.
Mehr als ein Raum
Das Zwergendorf ist kein Spielbereich im klassischen Sinn. Es ist ein Ort der Begegnung, der Würde und der Teilhabe – ein Raum, in dem Leben stattfinden darf, auch unter schwierigen Bedingungen.

