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Casa Hogar
Kolumbien

2022

Mädchen und Frauen sollen – trotz ihrer allgemeinen Benachteiligung und inmitten von bewaffneten Kämpfen – Zugang zu Bildung erhalten, um ihr Leben selbst zu bestimmen und dem Kreislauf der Armut zu entkommen. So können sie selbstbewusst für sich eintreten und zu mutigen Fürsprecherinnen einer wertschätzenden, friedlichen Gesellschaft werden. Dafür unterstützt CASA HOGAR Wohnheime während des Schul-/Universitätsbesuchs, sowie fördert sie inhaltliche Angebote wie sexuelle Aufklärung und Lebensplanung.

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Projektname

Casa Hogar

Ort

Kolumbien

Projektpartner

CASA HOGAR Deutschland e.V. wurde 2017 von Dr. med. Theodor Rüber in Bonn gegründet und unterstützt Mädchen und Frauen in einer der ärmsten und konfliktgeprägtesten Regionen Kolumbiens mit Schul-, Berufs- und Persönlichkeits-Bildungsangeboten, um sie angesichts der gesellschaftlichen Benachteiligung zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen und als Fürsprecherinnen für eine friedliche, wertschätzende Gesellschaft zu stärken. Konkret fördert CASA HOGAR den Bildungszugang für Mädchen und Frauen durch ein Schülerinnenwohnheim, ein Studentinnenwohnheim sowie inhaltliche Bildungsangebote z.B. in Sexualaufklärung, Lebensplanung, Menschenrechte.
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Ziel des Projektpartners

Die Studentinnen des Wohnheims wollen ihre Förderung in die Gesellschaft zurücktragen. Dafür wollen sie mit den 15-jährigen Mädchen ihrer Heimatgemeinden das aktuellen Rollenverständnis als (Teenager-)Mutter thematisieren und eine alternative selbstbestimmte Lebensplanung aufzeigen und vorleben.

Ziel der BeA-Stiftung

Zunächst benötigen die Studentinnen selbst noch Schulung und professionelle Unterstützung bei der Ausarbeitung der Inhalte, des Programms, der Methodik und der Umsetzung. Danach können sie das Präventionsprogramm allein fortsetzen. Die BeA-Stiftung will den Start des Programms ermöglichen.

Die Region Chocó in Kolumbien

Der Chocó ist eins der 32 Departamentos Kolumbiens. Es liegt im Nordwesten des Landes am Pazifik und ist größtenteils von wunderschönem tropischem Regenwald bedeckt. 83% der Bevölkerung ist afrokolumbianisch und 13% sind indigen. Trotz des Reichtums an Fauna, Kulturen und Gold gehört der Chocó zu den ärmsten Regionen des Landes: 60% der Bevölkerung lebt in großer Armut, 80% hat die Grundbedürfnisse nicht gestillt. Der Chocó ist schlecht angebunden, die Wege sind holprig und viele Orte nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen. Darüber hinaus prägen Kämpfe von Guerillas und Paramilitärs, Drogenanbau und -routen sowie (illegaler) Goldabbau, der die Flüsse mit Quecksilber verseucht, den Alltag.

Frauen als Hauptleidtragende

Die Mädchen und Frauen leiden besonders. In den machistischen Strukturen ist eine frühe Mutterschaft normal und Schulbildung zweitrangig. Viele leben in weit abgelegenen Gebieten ohne Schule. Werden Mädchen für den Schulbesuch zu „Bekannten“ in die Stadt geschickt, endet das oft in (sexueller) Ausbeutung. So werden knapp 40% der Frauen bereits in jungem Alter (ab 13 Jahre) Mutter und müssen sich um den Unterhalt der Familie kümmern. Gleichzeitig haben sie ohne Bildung keinen Zugang zu würdigen Einkommensquellen oder selbstbestimmter Lebensplanung. Die Chancen, diesem Teufelskreis der Armut zu entkommen, sind gering.

Der Ansatz: Bildungszugang für Mädchen und Frauen

Die Frauen im Chocó sind jedoch nicht nur benachteiligt, sondern vor allem beeindruckend stark. Als Pfeiler der Familie haben sie eine tragende Rolle in der Gesellschaft. Bildung für Frauen bedeutet daher Bildung für die gesamte Gesellschaft. CASA HOGAR setzt sich dafür ein, dass im Chocó auch Mädchen und Frauen armer und entlegener Herkunft Zugang zu Bildung bekommen. Für sie unterstützt CASA HOGAR ein Wohnheim für 15 Schülerinnen sowie zwei Wohnheime für insgesamt 30 Studentinnen. Dank des sicheren Lern- und Lebensumfelds können sich die Bewohnerinnen unbeschwert der Schule bzw. der Universität widmen. Darüber hinaus fördert CASA HOGAR inhaltliche Bildungsangebote (z.B. Sexualaufklärung, Psychosoziale Begleitung für vertriebene Mädchen), um zu einem selbstbestimmten Leben zu ermutigen und zu befähigen.

Das Ziel: Förderung über die Wohnheime hinaus

Langfristig plant CASA HOGAR nicht nur den Ausbau der Wohnheime, sondern will vor allem auch in abgelegenen Gebieten selbst Mädchen und Frauen Bildungszugang ermöglichen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Studentinnen des CASA-HOGAR-Wohnheims. Sie wollen ihre Erfahrungen in die Heimatgemeinden zurücktragen und sich den 15-jährigen Mädchen zuwenden. Die Studentinnen wollen Vorbild sein und sie in den Ferien jeweils für alternative Lebensmodelle und Zukunftspläne sensibilisieren. Im ersten Jahr benötigen die Studentinnen selbst noch Schulung und professionelle Unterstützung bei der Ausarbeitung der Inhalte, der Methodik und der Umsetzung. Danach wollen sie das Programm allein fortsetzen.

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