“Augsburger Winterreise” berührte die Herzen

Zum 10.Mal kam am Sonntag den 22. Januar das Kunstprojekt “Deutsche Winterreise” von Stefan Weiller zur Aufführung. Seit 2009 wandert das Kunstprojekt durch die Städte und hat in jeder Stadt seine eigene persönliche Note. An jedem Spielort werden wohnungslose Menschen der entsprechenden Stadt von Stefan Weiller interviewt. Sehr einfühlsam wählt er dann Texte aus, die dann jeweils thematisch passend zu den 24 Liedern von Franz Schuberts Winterreise von Schauspielern gelesen werden.

Veranstaltet wurde die Augsburger Winterreise in zweimonatiger intensiver Vorbereitung mit großem Engagement und hervorragender Organisation vom SKM (Kath. Verband für soziale Dienste e.V.) Augsburg. Der Caritasdirektor für die Diözese Augsburg, Pfr. Dr. Andreas Magg, freute sich über die große Resonanz der Augsburger Winterreise, denn die Ulrichsbasilika war mit 1000 Gästen voll besetzt. Er betonte in seinem Grußwort, dass die wohnungslosen Menschen Verständnis und Unterstützung brauchten und das Angebot einer neuen, echten Chance. Dazu solle die Winterreise dienen, damit es, um im Bild zu bleiben, Frühling werden könne. Pfr. Dr. Andreas Magg bedankte sich dann ganz herzlich bei der Stiftung Augsburger Winterreise, der BeA-Stiftung und anderen Sponsoren, dass sie es ermöglichten, die Kosten des Projektes zu decken, damit der Erlös des Abends zu 100% in die Arbeit mit obdachlosen Menschen fließen könne.

Bea-und-Michael-Fitz-b

Bea Ackermann wünschte in ihrem Grußwort allen Besuchern die Erfahrung, die sie selbst bei der Wiesbadener Winterreise machen durfte, dass dieses beeindruckende Projekt die Herzen tief berühre und zu mehr geschwisterlicher Nächstenliebe motiviere. Von der ersten Minute bis zur letzten schafften es dann die hervorragenden Solisten Christina Schmid (Sopran), Wolfgang Vetter (Tenor) und Dirk Schneider (Bariton) die Liedtexte einfühlsam zu interpretieren. Als Sprecher las der Schauspieler, Sänger und Komponist Michael Fitz die Texte. Ihm gelang es trotz eigener Ergriffenheit die Texte schlicht und sehr authentisch zu lesen. Dass die Herzen der 1.000 Gottesdienstbesucher wirklich zutiefst berührt waren, konnte man förmlich spüren, zeigte sich aber auch daran, dass insgesamt 7.627 Euro gespendet wurden, die an die Wärmestube und Wohnungslosenhilfe des Verbandes geht.